Goldhauben.de
Goldhauben.de  

 

Das Fatschenkindl

Das Fatschenkindl stellt ein kleines Jesulein dar, das auf eine besondere Art in breite Stoffbänder eingewickelt (bayerisch: "gefatscht") ist. Dieser Brauch entstand im Mittelalter.

Als Trost für den Verzicht auf Kinder bekamen
Klosterschwestern von ihren Verwandten Wachsfiguren geschenkt, die eingefatscht und kostbar geschmückt waren.

Diese Fatschenkindl nannte man "Seelentrösterlein" oder "Himmlischer Bräutigam".

Lange bevor der Christbaum seinen Weg zu uns fand, wurde ein Fatschenkindl schon in der Adventszeit im Herrgottswinkl aufgestellt und war der Mittelpunkt des Heiligen Abends.

Außerdem war es ein notwendiger Bestandteil des Kammerwagens, auf dem einst bei der Hochzeit die gesamte Mitgift der Braut zum neuen Heim gebracht wurde.

Das Fatschenkindl ist ca. 25cm lang und 14cm breit.

Arbeitsaufwand:
ca. 5 Stunden